Bois de Cologne // Von Tränen, Verrücktheit und Humor

Achim Zepezauer // Remix

 

Meike Herzig – Blockflöten, Serpent

Albrecht Maurer –  Barockvioline, Gotische Fidel

Konstanze Jarczyk – Harfe

 

Achim Zepezauer – Live Elektronik

 

Im zweiten Konzert von Chamber Remix Cologne trifft die Welt der Alten Musik auf Neues – mit Tränen, Verrücktheit und Humor. Auf dem Programm stehen Stücke ausgehend von der Renaissance (Falconieri, Dowland) über die Barockmusik (Baltzar, Mattheis, Chedeville) bis hin zu Kompositionen von Albrecht Maurer. Als Remixer kommt im Anschluss Achim Zepezauer aus Dortmund ins Rheinland und rührt nach spontaner Rezeptur mit „elektronischen Rührgeräten“ ein neues Gemisch aus den Zutaten des ersten Sets. Es darf verrückt, geweint und gelacht werden.

 

Bois de Cologne -Verrückt

 

Bois De Cologne

Bois de Cologne stellt in diesem Programm emotionale Musik aus verschiedene Zeiten vor, von der Renaissance bis zum Barock.: Mit Blockflöten, Serpent, Harfen, Fidel und Barock Violine. Unterstützt durch die Moderation der Musiker, erlebt der Zuhörer unterschiedlichste Gefühle. Trauer, Liebesfreud und –leid, Heiterkeit, stille und lebendige Frömmigkeit und pure Lebensfreude, all dies ist in den Kompositionen u.a. von Mattheis, Dowland, Falconieri, Chedeville, Baltzar und Maurer zu finden. Die sehr abwechslungsreiche Instrumentierung der Werke, von Solo bis Trio, garantiert ein farbenreiches Konzert mit Tränen, Verrücktheit und Humor…

Improvisationslust und Experimentierfreude zeichnen das Musizieren von Bois de Cologne aus: viele der alten Melodien verlangen nicht nur eine sorgfältige, quellenkritische Bearbeitung, sondern auch eine phantasievolle Interpretation. Sich in die Musik längst vergangener Epochen einzufühlen und inspiriert damit umzugehen – das sind wichtige Aspekte der gemeinsamen Arbeit von Bois de Cologne.

Die Instrumente sind hervorragende Nachbauten historischer Modelle. Die Harfe spielt, je nachdem, Stimme oder Continuo; die Blockflöten, vom winzigen Sopranino bis zum (äußerlich) kantigen weibshohen Subbaß, sind Luftgeister, Stimmen; Zungenkunst und Atem. Die Fidel, bordungefärbt, kehlig sanft in Bratschenlage. Bois de Cologne, ein Holz, das besondere Früchte trägt.

 

 

Achim Zepezauer

 

Achim Zepezauer

Achim Zepezauer ist im Ruhrgebiet zu Hause. Man sieht ihn in unterschiedlichsten Kontexten werkeln. Gerne geht er mit Venyl, Analog Kassetten and „allem Möglichen“ als Basismaterial auf die Reise. Er lebt im „Dorf“, der Kultband der Ruhrszene, tritt aber auch in kleineren Bands und Projekten auf, sowohl national als auch international. Sein Remix folgt dem bewährten Konzept, Hören, Fühlen und spontan entscheiden, was zu tun ist.

 

Kurzbiographien

 

Konstanze Jarczyk, „[Sie] entlockt ihrer Harfe unglaubliche Emotionen. Mit so viel Hingebung haben viele die als Soloinstrument so oft unterschätzte Harfe ganz sicher noch nie gehört…“, so schrieben die „Badischen Neuesten Nachrichen“ aus Karlsruhe zum Auftakt ihrer Deutschlandtournee 2012. Sie führte Konstanze Jarczyk auf die großen Bühnen Deutschlands, wie die des Konzerthauses Berlin, der Laiezhalle Hamburg, der Liederhalle Stuttgart u.v.a. „Ihr breites klangliches Spektrum von zartester Silbrigkeit bis hin zu kraftvoller Virtuosität“ (Kulturradio Berlin) zeigte sie u.a. bei Soloauftritten im ZDF, in der Kathedrale von Barcelona und nicht zuletzt im Kölner Dom. Ebenso nehmen im Werk Konstanze Jarczyks die Kammermusik und die Zusammenarbeit mit Chören einen zentralen Platz ein. Dies belegen zahlreiche Produktionen des MDR, BR und WDR. Nach Studien bei Susann McDonald, USA, und während ihres Studiums an der Kölner Musikhochschule bei Han An Liu wurde sie regelmäßiger Gast im WDR Sinfonieorchester. Dort wirkte sie bei Funk- und Fernsehproduktionen, sowie bei Konzerten mit, u.a. in der Carnegie Hall, New York, im Musikvereinssaal, Wien und natürlich in der Kölner Philharmonie.

Meike Herzig , geboren 1963, bildete sich nach ihren Blockflötenstudien bei G. Höller und W. van Hauwe intensiv weiter. Besonders Epochen und Stilistiken, die im Studium üblicherweise nicht vorkommen, interessierten sie: die Musik des Mittelalters, improvisierte Musik und Jazz. Die Erfahrung mit diesen verschiedenen Genres prägt ihren Stil – spannungsreich, rhythmisch pointiert und klanglich differenziert. Konzerte mit Barockmusik, wie z.B. beim Festival für Alte Musik in Herne und Auftritte z.B. beim Jazzfestival Moers, dem Festival der European Broadcasting Union oder als erste Preisträgerin beim Wettbewerb „Creole“ zeigen die Breite ihres künstlerischen Schaffens. Konzertreisen führten sie nach Frankreich, Italien, Kanada, Ungarn, Polen und in die Schweiz. Meike Herzig spielt in den Ensembles „Bois de Cologne“, „palatino87“, „sYn.de“ und mit Künstlern wie Dorothee Oberlinger, Maria Jonas, Guillemette Laurens, Carlo Rizzo, Michel Godard, Albrecht Maurer, Mitgliedern von Concerto Köln und Sequenzia, dem Hilliard-Ensemble sowie als Gast bei Ensemble Oni Wytars. Ungewöhnliche, attraktive Konzert- und CD-Programme zu entwickeln ist eine ihrer besonderen Stärken.

Albrecht Maurer studierte Violine an der Musikhochschule Köln und arbeitet heute als Komponist, Violinist und seit 2003 als Interpret mittelalterlicher Musik mit Gotischer Fidel, Rebec und Lyrica. Er ist seit 2003 festes Mitglied des Pariser Ensembles Dialogos von Katarina Livljanic. So spielt er in 2 Programmen von Dialogos, in Judith und in Barlaam & Josaphat, jeweils in Trio-Besetzung mit Katarina Livljanic und Norbert Rodenkirchen. Darüber hinaus hat er in Projekten von Norbert Rodenkirchen mitgewirkt, z.B. „Aura Christina“ mit Maria Jonas oder „Salon Medival“ mit Benjamin Bagby, Eric Mentzel und Wolgang Klein Richter. Zudem hat er mit Norbert Rodenkirchen im Duo zwei Programme kreiert, Hidden Fresco und Loplops´s Call, die sich mit Neuer Musik auf Mittelalterlichen Instrumenten befassen. Mit Dialogos konzertierte Albrecht Maurer in Frankreich, Spanien, Kroatien, England, Italien, Slowenien, Deutschland, Belgien, Kanda und USA. Höhepunkte waren die Festivals und Konzertreihen in: London Queen Elizabeth Hall (Purcell Room), Cite de la Music Paris, San Sebastian Festival, Split Festival, Zadar Festival, Boston Festival, Barcelona, Rom, Vancouver Early Music, UBC Hall, Lincoln Center New York, Printemps des Art Festival Monaco.

Achim Zepezauer begann mit acht Jahren ernsthaft Musik zu hören und Schallplatten zu kaufen. in seiner Jugend studierte er Bildende Kunst in den Niederlanden und entschied sich dann für einen Weg als Musiker, Improvisator und Songwriter, nachdem er die Akademie verlassen hat. Lebend in Dortmund sind einige seiner Errungenschaften: derJazzwerkruhr Preis 2006 für seine dvd „kuhzunft“, die seine Filme und Musikvideos präsentieren; seit 2005 der Aufbau der wohl ersten „freeform universitäts radio show“ des Ruhrgebiets; Langzeitmitglied der innovativen Großband/Impro-Collective „the dorf“; DIY Produktion seiner CD „choose your favorite nothing“ als Handmade Limited Edition Unikate. Veröffentlichung von Vinyl, Kassetten und CDs in unterschiedlichen Besetzungen. Seit 2015 kuratiert er die experimentelle Konzertreihe „mex“ im Künstlerhaus Dortmund.