Das Asasello Quartett konnte krankheitsbedingt nicht auftreten.

 

 

Rostislav Kozhevnikov & Barbara Streil

Simon Stockhausen // Live Remix

 

Rostislav Kozhevnikov – Violine

Barbara Streil – Violine

Simon Stockhausen – Live Elektronik

 

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Auf dem Programm stehen:

Christoph Staude (* 1965): „Embargo“ Eine Studie für zwei Violinen
Jean-Marie Leclair (1697-1764): Sonate C-Dur für zwei Violinen
Sergej Prokofiev (1891-1953): Sonate C-Dur für zwei Violinen op. 56
Lucano Berio (1925-2003): aus „44 Duetti per die Violini“

 

Rostislav Kozhevnikov

Rostislav Kozhevnikov wurde 1981 in Omsk (Russland) geboren, wo er auch sein Musikstudium begann. Fortgesetzt am Glynka-Liceum in Novosibirsk bei Marina Kuzina (Violine) & Mikhail Bogdanov (Komposition) mit zwei Aufenthalten in Basel an der Musikhochschule bei Adelina Oprean/Roland Moser & mit dem Asasello-Quartett bei Walter Levin/Hatto Beyerle und in Berlin an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« bei Ulf Wallin, die er mit Orchester- sowie Solisten-Diplomen schmückte führte ihn seine Musikausbildung-Odyssee nach Köln, wo sie auch 2006/07 ihr Ende fand. Zusammen mit dem Asasello-Quartett, dessen Primarius und Gründungsmitglied er seit dem Jahr 2000 ist, erlangte Rostislav Kozhevnikov an der Hochschule für Musik Köln die Kammermusikalische Konzertreife. Seit 2004 ist die Domstadt am Rhein seine Wahlheimat.  Er nahm an verschiedenen Meisterkursen teil wie z. B. Verbier Academy bei Dora Schwarzberg & Dmitri Sitkovetsky, Kammermusik in Zeist bei Arnold Steinhardt und dem Daniel String Quartet sowie in Basel bei Lorand Feneyvesh und Gidon Kremer, trat als Solist mit den Kammermusikensembles von Sibirien, den Omsker und Basler Symphonie-Orchestern, komponierte vorwiegend kammermusikalische Werke.

 

Barbara Streil

Barbara Streil ist 1977 in Basel geboren und lebt seit 2003 in Köln. Ein Jahr in Amerika als Schülerin der Interlochen Arts Academy von 1992-93 – um dann später wieder in Basel an der Hochschule zu studieren – und ein Parisaufenthalt an der Cité des Arts als Stipendiatin der Novartis von 2000-2001 führten schlussendlich nach Köln, um an der Hochschule für Musik und Tanz das langjährige Musikstudium im Jahr 2007 zu beenden. Zu den wichtigsten Lehrern gehören Dominik Stark, Adelina Oprean, Chaim Taub, Walter Levin, Hansheinz Schneeberger, das Alban Berg Quartett und David Alberman. Sie spielte das Enescu Oktett mit Gidon Kremer 1998 an der Hochschule Basel, Mozart Quintett mit Chrisophe Desjardins in La Coruna, die Teilnahme an der ersten Lucerne Festival Academy unter Pierre Boulez in Luzern 2004, die Einspielung der Webern Bagatellen auf Vinyl – vorübergehend – als Bratschistin des Asasello Quartetts, die Zusammenarbeit mit den Choreographen Stephanie Thiersch, Richard Siegal und „Shakespeare goes Variété“ im Globe Theater in Neuss.

 

 

 

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Simon Stockhausen

In seiner kompositorischen Arbeit macht Simon Stockhausen sich den jeweils aktuellen Stand der Computertechnik zunutze. Ihn interessiert vor allem die potentielle Musikalität der Geräusche und die Erforschung des Klangs in all seinen Dimensionen. Texturen, Rhythmen und Harmonien werden durch Klangsynthese aus Geräuschen abgeleitet und anschließend in Kompositionen verarbeitet. Durch grundlegende Vorgänge z. B. bei Zeitparametern, die dynamische Veränderung durch Kompression und die Möglichkeit, Aufnahmen rückwärts abzuspielen, werden aufgenommene Klänge verändert, das heißt prozessiert. Dieser Ansatz kann musikwissenschaftlich als „kompositorische Klangsynthese“ beschrieben werden. Er nutzt gefundene Klänge als Material, um Musik zu erzeugen, in der sich die Grenzen zwischen Pop, Jazz, Elektronik und Neuer Musik auflösen. Die Vorbereitung des Materials mithilfe der kompositorischen Klangsynthese ist hierbei längst Teil des Kompositionsprozesses einer Musik, die Sprache von ihrer Aussage lösen und Geräusche musikalisieren kann.