Christopher Dell D.R.A. 

Azhar Syed // Live Remix

 

Christopher Dell – Vibraphon

Christian Ramond – Kontrabass

Felix Astor – Schlagzeug

Azhar Syed – Live Elektronik

 

 

 

Christopher Dell D.R.A. 

Das Ensemble DRA arbeitet an einer spezifischen Form zeitgenössischer Musik mit hohen Improvisationsanteilen. Ihr Werkkomplex eröffnet einen eigenständigen Weg zwischen Serialismus und Unbestimmtheit. Benannt ist damit vor allem eine Forschungsarbeit am Musikalischen, die strukturelle Motivarbeit ebenso beinhaltet wir die Verkörperlichung sinnlicher Gegebenheitsweisen im musikalischen Machen selbst. Mit ihrem aktuellen Programm und der gleichnamigen CD „3rd Critique“ führen DRA ihre Forschungen auf eine neue Ebene. Polymetrische Modulationen sowie Überlagerungen verdichten, verzahnen sich in ständig neuen Perspektiven, denen ein unreduzierbares Netzwerk klanglicher Multiplizität entspringt.

 Ulrich Olshausen von der FAZ schreibt in den liner notes der CD:

„Das technisch schier grenzenlose, klanglich hochdifferenzierte Vier-Schlegel-Spiel auf dem Vibraphon treibt den Hörer durch eine Landschaft unvorhersehbarer Ereignisse. Die atonalen Sprungkaskaden feiern einen wilden Tanz, bei dem Vorgabe und spontane Phantasie den Hörer zu diffizilen Unterscheidungsspielen einladen. In der enorm kontrollierten Erzählweise dieser Musik streuen in die melodisch und rhythmisch eher „abstrakte“ und an der Neuen Musik orientierte Gestaltungsweise immer wieder Essenzen des Rock und sogar des Swing und Bebop herein, und die Melodik bekommt einen kurzweilig erzählenden Liedcharakter. Stets tragen die feingliedrig agierenden Christian Ramond am Bass und Felix Astor am Schlagzeug zu jenem polyphon sich verflechtenden Geschehen bei, das ich an anderer Stelle als „Atmen eines Körpers auf drei Lungen“ bezeichnet habe. Das abwartend atmosphärische Stück „153“ und die zwölftönig anmutenden Klangspiele von „98“ belegen in besonderem Maß die bis an unterbewusste Schichten der Spieler reichende Interaktivität dieser seit 1998 bestehenden und in der aktuellen internationalen Jazzszene einmaligen Gruppe.“

Für ihre Recherchen an der Grenze zwischen Neuer Musik und zeitgenössischem Jazz erhielten DRA 2001 den „JazzArt Award- Musik des 21. Jahrhunderts“, den Musikpreis der Stadt Darmstadt und wurden 2012 als Finalisten des Neuen Deutschen Jazzpreises ausgezeichnet. Für das Goethe Institut gab DRA Gastspiele in Mexiko, Brasilien, Uruguay, Estland und den U.S.A..

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Azhar Syed

Born in Nigeria to an Indian couple of humanitarian workers and raised all across Europe, Azhar went on to study visual arts in Kassel. At the moment he studies Music Producing at „Hochschule für Musik und Tanz“ Köln. He is a member of the Duo VIMES together with Julian Stetter.

Arising from Cologne, Germany’s Mecca of techno music, VIMES have gained international recognition for their unique electronic, yet organic sound made for dancing to and falling in love with – seamlessly combining live instruments with digital elements and blending their deep mesmerizing sound with uplifting pop elements and fragile though vivid vocals.

Recently mentioned as one of the most influential groups on modern music in Germany by The Guardian, VIMES have been invited to support Hot Chip and Crystal Castles on parts of their South-America Tour, to international festivals like SXSW (Austin/USA), Canadian Music Week (Toronto/Canada) and Eurosonic Noorderslag (Groningen/Netherlands), followed by further headlining dates in Berlin, London, Paris, as New York City and several metropolises in Mexico.

Following their singles „Ential“, „Celestial“, „House Of Deer“ and „UpStairs“, plus several official remixes and collaborations for and with artists like COMA (Kompakt Records), MIT (Cooperative/Universal), TOKiMONSTA and Joseph Salvat (Columbia), VIMES just finished recording their debut album.