O k t 8,  2 0 1 7  I  Programm

 

St. Gertrud · Krefelder Str. 57 · 50670 Köln

Sankt Gertrud        

Sonderkonzerte am 7. und 8. Oktober 

Samstag 07. Oktober 20:00 Uhr und Sonntag 08. Oktober 17:00 Uhr

Wie im letzten Jahr findet im Oktober ein kleines Mini Festival statt, diesmal in St. Gertrud. Wir freuen uns auf 2 Sonderkonzerte an einen interessanten neuen Veranstaltungsort.

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Hesen Kanjo, Albrecht Maurer,

Matthias Mainz, Farhad Ilaghi Hosseini

 

Hesen Kanjo – Kanun

Albrecht Maurer – Gotische Fidel

Matthias Mainz – E-Piano, Live Elektronik

Farhad Ilaghi Hosseini – Live Elektronik

 

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Gambenensemble Köln Consort

Frank Niehusmann // Live Remix

 

Nathan Bontrager (USA)

Chia-Hua Chiang (Taiwan)

David Schütte (Deutschland)

Carolina Schwäbl-Martins (Portugal) – Viola da Gamba

Frank Niehusmann – Live Elektronik

 

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Hesen Kanjo

Der kurdische Kanunspieler wurde am 31. Mai 1974 in Aleppo (Syrien) geboren. Im Alter von 11 Jahren nahm er Akkordeon- und später Saz-Unterricht. 1987 bestand er die Aufnahmeprüfung am Arabischen Musikinstitut in Aleppo.Bereits in den Jahren des Unterrichts arbeitete Hesen Kanjo an der Weiterentwicklung der traditionellen Kanun-Spielweise. Die Abschlussprüfung im Jahr 1993 bestand er mit Auszeichnung.1996 wanderte der Musiker nach Deutschland aus und konnte aufgrund dessen sein musikalisches Spektrum erweitern. So sind durchaus westliche Einflüsse in seinen Kompositionen zu hören. Hesen Kanjo tritt nicht ausschließlich als Solist in Erscheinung, wobei hier sein Schwerpunkt liegt. Zahlreiche Konzerte mit kurdischen Künstlern und Auftritte in bekannten Konzerthäusern sowie im Fernsehen gehören zu seinen Referenzen. Musikalisch bewegt er sich überwiegend in der orientalischen klassischen Musik. Künstler wie Jemil Beshir, Abdel Fatah Minsi und Muhemed Atiya haben ihn auf seinem Weg musikalisch beeinflusst. Sein bevorzugtes Instrument aus seiner Kanunsammlung wurde speziell für seine eigene Spielweise (Kanjostil) angefertigt.

Farhad Ilaghi Hosseini

Farhad Ilaghi Hosseini wurde 1985 im Iran geboren. als Kind interessierte sich an Kunst und Musik und mit 6 hatte er mit Klavier angefangen. er studierte Kunstmalerei und Graphik-Design im Gymnasium und ab 2002 Klavier am Teheran Konservatorium. neben bei Studium  hatte er sich mit Konzerte, Kunst und Fotografie Ausstellungen beschäftigt und viele Theater Komponiert. bald ist er nach Wien umgezogen, 2012 Wiederaufnahme des Studiums in Wien , ab 2014 Kompositionsstudium an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Prof. Oliver Schneller, Prof. José Maria Sánchez Verdu, Prof. Joachim Heintz (Elektronik-Komposition), Ming Tsao und Gordon Williamson. Werke (Auswahl): 2015 “Tschaharsou” für  Fagott, Trompete, Bratsche und Schlagzeug (Ensemble Musik-Fabrik), 2016 “C4H8CL2S-01”  Klanginstallation, 2016 “ C4H8CL2S-02” Tonband Elektronik, 2017 “Anarchy” für Daf und live-Elektronik, 2017 “Woge” für Akkordeon und live-Elektroni, 2017 “XVI” für Flute und Radio (Ensemble Musik-Fabrik), 2017 “3+5+1+200” für Posaunenquartett, 2017 “Autopsy” für Klavier und live-Elektronik.

Albrecht Maurer

Archaische Klänge und die Kombination mit seiner Stimme sind eine spannende Facette im reichen Erfahrungsschatz von Albrecht Maurer. Der 1959 in Aachen geborene und im Bergischen aufgewachsene Wahlkölner schwebt zwischen den Eckpfeilern Improvisierte Musik, Neue Musik, Alte Musik und Weltmusik und schreibt eigenständigen neue Kammermusik zwischen den Genres. Als Kurator dieser Reihe möchte er hier auf Spurensuche gehen und gestaltet für Fidel und Stimme mal ruhige, mal wilde aber immer berührend emotionale Klangfarben.

Matthias Mainz 

Seit Ende seines Instrumentalstudiums an der Folkwang Hochschule Essen und der Musikhochschule Köln realisiert Mainz Arbeiten zwischen komponierter-, improvisierter- und elektronischer Musik, Medien- und Bildender Kunst, Tanztheater, Theater und Hörfunk. 2001 gründete er das Ensemble realtime research, in dem er projektbezogen mit performativen Künstlern, Autoren, Architekten und anderen Spezialisten arbeitet. Bis 2006 lag der Fokus der Arbeit in Mixed-Media-Performances und -Installationen, seit 2007 fächern sich die Projekte auf in elektroakustische Konzerte, Workshops, Lectureperformances, konzeptionelle und kuratorische Arbeiten. Seit 2012 beschäftigt sich Mainz mit Fragen transkultureller Musik. Recherchen führten ihn hierzu nach Kabul, Tehran und Istanbul. Seit 2015 entwickelt und leitet Mainz die Plattform für Transkulturelle Neue Musik. In seinen Soloimprovisationen mit Trompete, Piano und Elektronik reflektiert Mainz in einem sehr persönlichem, reduzierten Spiel Einflüsse aus Jazz, Improvisierter Musik, Elektronische, Neuer Musik, Stimm- und Lautperformance, dem Avantgarde-Pop der britischen Canterbury-Szene oder des Krautrocks.

 

 

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gamben-consort

 

 

 

Gambenensemble Köln Consort

Das Gambenconsort hatte seine Blütezeit sicherlich in der musikalischen Spätrenaissance, im elisabethanischen England. Nicht nur, aber vor allem hier hatte die Gambe den Ruf eines edlen, vornehmen Instrumentes, das von Aristokraten gerne zur privaten Hausmusik gespielt wurde. Partituren wurden per Hand abgeschrieben und gesammelt wie Briefmarken. Natürlich spielte Gambenmusik auch eine prominente Rolle am Englischen Königshof. Ein großer Teil des Repertoires für Gambenconsort stammt aus der Feder von Mitgliedern der „King’s Musick“, so auch John Dowland (1563-1626) und Orlando Gibbons (1583-1625).

Dowlands Kompositionen für Gambenconsort mit Lautenbegleitung markieren in der europäischen Musikgeschichte einen ersten Höhepunkt der Entwicklung zu einer selbständigen Instrumentalmusik. Zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang vor allem sieben Variationen über das Thema der Lachrimae Pavan (ursprünglich eine Komposition für Laute solo, später zum Lied Flow My Tears und zu den genannten Kompositionen für Gambenconsort ausgearbeitet) und die Consortfassung der Lautenkomposition Semper Dowland, Semper Dolens. In beiden Stücken wird die oft melancholische Stimmung der Werke Dowlands besonders deutlich, musikalisch hervorgehoben durch eine vergleichsweise farben- und dissonanzreiche Harmonik.

Orlando Gibbons gehört zu den bedeutendsten englischen Komponisten des 17. Jahrhunderts. Zu seiner Zeit wurde er vor allem als ausübender Musiker gefeiert, seinen Nachruhm verdankt er hauptsächlich seinen Anthems und Services. Auch seine sieben Fantasies with the Great Dooble Bass für Diskant-, Tenor und Kontrabassgambe erfreuen sich großer Beliebtheit.

 

 

Frank Niehusmann 

Frank Niehusmann started his first experiments with electronic music in 1978. Since that time he composed music for numerous concerts, sound-installations, videos, tv, radio broadcasts, theatre- and CD-productions. Performances of his works took place in numerous countries of Europe, Asia and the Americas. He studied philosophy and history at Ruhr-Universität Bochum (M.A. degree in 1986). 1983-1998 he was author, presenter and producer of radio- and tv-broadcastings in Germany. 2006-2013 Frank Niehusmann was board member of the German Association for Electroacoustic Music DEGEM (Deutsche Gesellschaft für Elektroakustische Musik).