Achtung Konzert ist für 20:00 Uhr angesetzt !!

Lilit Tonoyan // Ter voghormea

Armenische Sakrallieder, Hymnen, Klagen und Werke von J. S. Bach

 

v.nce // Remix

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Lilit Tonoyan – Violine

v.nce – Live Elektronik

Programm

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Ter voghormea* (Herr, erbarme dich)  –  Frühes Mittelalter

Sarabanda aus der Partita d-moll BWV 1004  –  Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Ov Zarmanali* (Welch wundersames Mysterium)  –  Grigor G Pahlavuni (951-1003)

Giga aus der Partita d-moll BWV 1004  –  Johann Sebastian Bach

Lamento –  Tigran Mansurian (1939*)

Havun havun* (Der Vogel erwacht)  –  Grigor Narekatsi (951-1003)

Fuga aus der Sonata a-moll BWV 1003  –  Johann Sebastian Bach

Surb Surb* (Heilig, Heilig)  –  Frühes Mittelalter

Allegro aus der Sonata a-moll BWV 1003  –  Johann Sebastian Bach

– Pause-

Remix

*für Violine solo arr. Lilit Tonoyan

 

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Lilit Tonoyan fasziniert die Konfrontation der Musik von Johann Sebastian Bach für Solo-Violine mit der armenischen Sakralmusik. Da es von der letzteren keine Bearbeitungen für Solo-Violine gibt, hat sich Lilit Tonoyan der Aufgabe gewidmet, einige Sakral-Lieder aus dem frühen Mittelalter in einem anspruchsvollen, künstlerischen Niveau für ihr Instrument zu arrangieren.

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Lilit Tonoyan, geboren 1986 in Jerewan, der Hauptstadt Armeniens, bekam mit 6 Jahren Violinunterricht und studierte mit einem Diplomabschluss am staatlichen Komitas-Konservatorium in Jerewan. Im Jahr 2007 kam sie mit einem Stipendium für Künstler des DAAD an die Hochschule für Musik Köln. Dort studierte sie in den Klassen von Prof. Ingeborg Scheerer und Prof. Albrecht Winter und machte 2012 ihren Abschluss im Studiengang Master of Music.

Schon als Kind nahm sie an vielen Konzerten und Wettbewerben teil und gewann 2002 den 2. Preis im nationalen Khachaturyan-Wettbewerb von Armenien sowie ein Stipendium des Internationalen Brahms-Wettbewerbs in Österreich. 2008 folgte ein Sonderpreis beim Internationalen Violinwettbewerb Henri Marteau sowie ein Stipendium des Kölner Gymnasial und Stiftungsfonds als besonders begabte Studentin. 2009 gewann sie ein Stipendium der Wagner-Stiftung für die Bayreuther Festspiele und 2010 ein Stipendium der Günther-Wand-Stiftung. Zuletzt gewann Lilit Tonoyan den Kunstförderpreis der Stadt Neuss 2015 in der Kategorie Musik.

Lilit Tonoyan befasst sich seit der Studienzeit sowohl mit der Historischen Aufführungspraxis als auch mit Neuer Musik und spielte Auftritte mit verschiedenen Formationen (u.a. Concerto con Anima Köln und MusikFabrik Köln). 2008 gründete sie mit Absolventen der Hochschule für Musik Köln und des Konservatorium Maastricht das Cologne World Jazz Ensemble, welches hauptsächlich armenische traditionelle Musik mit Jazz und Improvisation kombiniert. Hier gewann sie 2012 einen Sonderpreis beim Citroën-Musikwettbewerb und war 2013 Finalistin bei „Creole NRW“. Im Jahr 2012 erschien die Debüt-CD der Band „Armenische Tänze“ und 2014 das zweite Album „Lullabies & Other Stories“.

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V.nce 1024 s:w

 

v.nce geboren 1994 gehört zu den Quereinsteigern der jungen deutschen Elektronik Szene. Er legt seinen eigenen persönlichen Stilmix auf und schreckt auch vor ungewohnten Konzepten nicht zurück. Über die Clubmusik im fortlaufenden 4/4 Takt hinaus setzte er sich mit Kammermusik & elektronische Musikproduktion auseinander. Mit 18 Jahren remixte er mit Techno Tools das Syntopia String Quartet im Musiklabor Köln und begleitete das Streichquartett zu weiteren Gastspielen. Mittlerweile studiert er Kulturwissenschaften und Auditive Kultur, bookt für Festivals und Partys, veranstaltet auf der Reeperbahn. Mit seiner eigenen Veranstaltungsreihe „form“ gestaltet er die zeitgenössische elektronische Musikszene in Lüneburg.

 

Durch Chamber Remix Cologne wird er als Remixer das erste Mal mit Bachs Werk für Solo-Violine sowie mit armenischer Musik in Berührung kommen und so daraus völlig unbefangene, eigene, pulsierende Klanglandschaften kreieren. Daher und aufgrund seiner DJ-Sozialisation wird v.nce das Tonmaterial der einzelnen Konzertstücke ineinander verweben und einen für den Übergang geschaffenen Neuentwurf kreieren.