Norbert Rodenkirchen // Tibia ex tempore

Mittelalterliche Skizzen

Johannes S. Sistermanns // Flüsternde Räume

Eine raum-akustische Intervention mit Transducer und Piezo-Membran

 

Norbert Rodenkirchen – mittelalterliche Traversflöte

Johannes S. Sistermanns – SoundPlastik [Raum, Transducer, Piezo, Bluetooth, Tablet, Smartphone]

 

Start der Konzertreihe Chamber Remix Cologne in der Halle des Kunsthauses Rhenania. Auf dem Programm steht die künstlerische Begegnung zweier außergewöhnlicher Musiker, die eine besondere Faszination für den Klang hegen. Beide Programmteile nehmen direkt aufeinander Bezug.

 

Musiklabor 11.2013 Angela Koppenwallner - Cembalo Norbert Rodenkirchen - Traversflöten

 Foto: © Heiko Specht

 

Norbert Rodenkirchen – Mittelalterliche Skizzen

Norbert Rodenkirchen widmet sich seit vielen Jahren dem künstlerischen Dialog zwischen altem und neuen Klang, zwischen Mittelalter und Gegenwart. Einerseits hat er sich als Solist auf historischen Traversflöten und einfühlsamer Begleiter im Bereich der historischen Aufführungspraxis einen Namen gemacht, vor allem durch seine Zusammenarbeit mit den Ensembles Sequentia, Dialogos sowie mit Sabine Lutzenberger und Albrecht Maurer. Andererseits ist er als auch als vielseitiger Improvisator und Komponist einer experimentell archaischen Musik in der aktuellen Musikszene Kölns aktiv. Im Jahr 2001 veröffentlichte er seine erste Solo CD Tibia ex tempore mit einem völlig neuartigen, kontemplativen Zugang zur mittelalterlichen Improvisationskunst aus dem Geist der Neuen Musik heraus und präsentiert nun zum 15jährigen Jubiläum dieses international erfolgreiche Projekts eine völlig neue, frisch überarbeitete Live Version, gespielt auf einer einzigen kleinen Holzquerflöte des Mittelalters.


sistermanns©StefanFricke

 Foto: © privat

 

Johannes S. Sistermanns – Eine raum-akustische Intervention mit Transducer und Piezo-Membran

“Einen Klang gibt es nicht ohne Raum. Ein Klang braucht Raum und kreiert ihn gleichzeitig. Das Trägermedium des Klanges ist Luft. Luft ist der Mittler zwischen Mund und Ohr, gesprochenem Wort, erklingendem Klang und Trommelfell. Klang schöpft in der materialen Eigenresonanz den authentischen Raum – überführt ihn in seine Klanglichkeit, wird zum lebendigen vibrierenden Wert. Seit bald 20 Jahren bringt Johannes S. Sistermanns Wände, Glas, Holz, Aluminium eines Lebens- und Kunstraumes, gespannte Stretchfolien oder das Blech eine Wagenkarrosserie, Blätter eines lebendigen grünen Baumes zur Resonanz. Hierzu benutzt er bestehende Transducer-Technologien und Piezo-Membrane. Unmittelbar auf der Spur nach der Authentizität des Raumes oder anders gefragt: wann ist ein Raum sich selbst?”

Zuletzt brachte er einen Basalt-Lava Stein und seine hundertausend Jahre darin eingeschlossene Luft aus der Mayener Vulkaneifel im australischen Melbourne mit Transducer